Weinlexikon

Rheinhessen

Rheinhessen ist Deutschlands größtes Weinanbaugebiet. Im Norden und Osten ist es vom großen Rheinbogen umschlossen. In der Gegend um Bingen und an der bekannten Rheinterrasse vor Mainz bis kurz vor Worms prägen ansteigende Hänge entlang des Rheins den Weinbau, während der Wonnegau und das Hügelland mit sanften Erhebungen und unverbrauchter Landschaft ein eher mediterranes Flair ausstrahlen.

Die Winzerinnen und Winzer dieses sprichwörtlich großartigen Anbaugebiets sind vor allem für ihren Ideenreichtum bekannt. Mit Produktkonzepten wie RS-Rheinhessen-Silvaner, den Weinen der Selection Rheinhessen, mit Winzersekten - die sortenrein im klassischen Flaschengärverfahren hergestellt werden - oder mit feinen Destillaten haben die Rheinhessen frischen Wind in die deutsche Weinlandschaft gebracht. Rheinhessen hat die größte Silvaner-Anbaufl äche der Welt. Daneben sind es die Rieslinge der renommierten Lagen am Rhein, die mit Nerv und feiner Frucht überraschen.

Geographische Lage:

Im Viereck zwischen Bingen, Mainz, Alzey und Worms.

Klima:

Milde Durchschnittstemperaturen; Taunus und Odenwald als Schutz.

Böden:

Quarzit- und Porphyrverwitterungsböden.

Löß, Sedimente und Verwitterungsböden, feinsandiger Mergel,

Rebfl äche:

ca. 26.200 ha, 3 Bereiche, 24 Großlagen, 432 Einzellagen.

Vermarktung:

50% über Fach- und Lebensmittelhandel.

ca. je 25% Anteil Export und Direktverkauf an Endverbraucher,

Dies ist eine Grundsatzentscheidung, wenn es um die Wahl des passenden Weines geht.

Das Weinrecht unterscheidet innerhalb der Qualitätsweine vier Weinarten.

Die hierfür zulässigen Traubenarten und Herstellungsverfahren sind exakt defi niert.

Weißwein:

Herstellung nur aus Weißweintrauben.

Rotwein:

durch Maischegärung oder thermische Behandlung der Maische gewonnen.

Herstellung nur aus rotgekelterten Rotweintrauben. Der rote Farbstoff wird dabei

Roséwein:

Der Wein muss eine blass- bis hellrote Farbe aufweisen. Der Weißherbst ist ein Roséwein,

der grundsätzlich nur aus weißgekelterten Rotweintrauben hergestellt werden darf. Es ist

keine bestimmte Farbausprägung vorgeschrieben.

Herstellung aus Rotweintrauben, die in der Regel hell gekeltert werden.

Rotling:

deren Maische. Der Wein muss eine blass- bis hellrote Farbe aufweisen.

Herstellung durch gemeinsame Kelterung von Rotwein- und Weißweintrauben oder

Wir alle kennen diese Begriffe: Kabinett, Spätlese, Auslese. Was steckt nun genau hinter

diesen Begriffen?

Für viele ist die Güteklasse eines Weines die wichtigste der gesetzlich vorgeschriebenen

Angaben auf einem Weinetikett. In kaum einem anderen Land gibt es so viele verschiedene

Qualitätsstufen wie in Deutschland. Man unterscheidet folgende Güteklassen und

Qualitätsstufen:

Deutscher Tafelwein

und Rebsorten stammen. Da nur geringe Qualitätsanforderungen gestellt werden, dürfen

Tafelweine in größerer Menge je Hektar als Qualitätsweine produziert werden.

muss ausschließlich aus deutschem Lesegut zugelassener Rebfl ächen

Deutscher Landwein

die Landschaft, aus der die Trauben stammen, auf dem Etikett angegeben sein. Landwein ist

stets trocken oder halbtrocken.

ist eine gehobene Stufe des Tafelweins. Beim Landwein muss auch

Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.)

Weine. Qualitätsweine müssen zu 100% aus einem der 13 deutschen Anbaugebiete

stammen. Für jeden Qualitätswein sind, unterschiedlich nach Rebsorte und Anbaugebiet,

untere Grenzwerte beim natürlichen Alkoholgehalt festgelegt. Das Mindestmostgewicht liegt

je nach Gebiet zwischen 50 und 72 Grad Oechsle. Qualitätsweine dürfen ebenso wie

Tafelweine angereichert (chaptalisiert) werden. Der Zusatz von Zucker vor der Gärung ist

gesetzlich begrenzt. 20 bis 28 Gramm zusätzlicher Alkohol dürfen durch die Chaptalisation

entstehen.

ist die größte Gruppe deutscher

Qualitätsweine mit Prädikat

Reife, Harmonie und Eleganz. Bei diesen Weinen darf kein Zucker zugesetzt werden. Es gibt

sechs verschiedene Prädikate, wiederum mit unterschiedlichen Mindestmostgewichten je

nach Rebsorte und Anbaugebiet.

Die Prädikate in aufsteigender Reihenfolge:

haben die höchsten Anforderungen hinsichtlich Sortenart,

Kabinett:

feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem Alkoholgehalt.

Spätlese:

reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden.

Auslese:

edle Weine aus vollreifen Trauben; unreife Beeren werden ausgesondert.

Beerenauslese:

(Edelfäule) trägt mit zur Qualität bei; solche Weine können nicht in jedem Weinjahrgang

geerntet werden und sind über Jahrzehnte lagerfähig.

volle fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren; der Botrytispilz

Trockenbeerenauslese:

die Trockenbeerenauslese die Spitze der Qualitätspyramide; süß und honigartig ist sie von

extremer Alterungsfähigkeit über viele Jahrzehnte.

aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist

Eiswein:

Beerenauslese erreicht wurde und die Trauben in gefrorenem Zustand unter minus 7° C

gelesen und gefroren gekeltert werden, so dass nur das Fruchtkonzentrat

ausgepresst wird.

aus Trauben, bei denen das gleiche Mindestmostgewicht wie bei einer

Selection:

bezeichnet werden.

Die neue trockene Spitzenklasse der deutschen Weine wird durch den Begriff „Selection“

gekennzeichnet. Ausgewählte Standorte, geringer Ertrag und Handlese sind Garanten

der überragenden Qualität dieser Weine. Selectionsweine dürfen frühestens am 1.September

des auf die Ernte folgenden Jahres abgefüllt werden. Sie haben mindestens 12,2 % Vol.

natürlichen Alkoholgehalt bzw. Auslesemostgewicht; der Hektarertrag ist auf

60 hl/ha begrenzt.

Seit dem Jahrgang 2000 dürfen Weine auch mit dem Begriff „Selection“

Ist ein kleines Eichenholzfass mit 225 Litern Inhalt. Ursprünglich stammt dieser Fasstyp aus

Bordeaux, wo er im Mittelalter eingeführt wurde. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hatte

er den rund vier mal so großen Lagerbehälter - den Tonneau - als Transport - und

Lagerbehälter so gut wie verdrängt.

Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet Barrique allgemein den Ausbau des Weines in

kleinen neuen Eichenfässern. Diese Art des Ausbaus beeinfl usst den Stil und Charakter

des Weines. Die Lagerung im Barrique reichert den Wein mit zusätzlichen Taninen an und

verändert den Reifungsprozess.

Üblich beim Barriqueausbau ist auch das toasten des Holzes.

Diese Röstaromen werden dann an den Wein während der Reifung abgegeben.

Korkgeschmack

Ist die Bezeichnung für Wein, der durch einen schlechten Korken verdorben ist.

In der Regel macht der Korkgeschmack den Wein ungenießbar. Er verleiht dem Wein einen

schimmelähnlichen, muffi gen Beigeschmack.

Der Geschmack beruht auf Schimmelpilzen, die sich bei der Produktion des Korken

eingenistet haben. Als eine der wesentlichen Ursachen gilt die Chlorbleiche,

durch die Trichloranisol entstehen kann, das schon in geringsten Konzentrationen den üblen

Geschmack hervorruft.

Flaschenverschluss

Der Korkverschluss hat sich als sehr langlebiger und dichter Verschluss bewährt. Allerdings

übersteigt die Nachfrage nach diesem nachwachsenden Rohstoff das Angebot.

Qualitätsmängel und steigende Preise sind die Folge. Nicht zuletzt hat das Problem

des Korkgeschmacks seit Mitte der 90er Jahre die Suche nach Alternativlösungen gefördert.

Für einfache Qualitäten kommt der Schraubverschluss immer mehr in Mode. Allerdings

stößt er in Deutschland immer noch bei manchem Verbraucher auf wenig Gegenliebe.

Ein ähnliches Image hat auch der Edelstahlkronkorken, obwohl auch er ein für kurzlebige

Weine ausgezeichneter Verschluss ist.

Die Entwicklung bei den Kunststoffkorken ist in den letzten Jahren deutlich

vorangekommen. Sie werden bei Standardqualitäten immer häufi ger eingesetzt. Kritik hat

sich allerdings an der mangelnden Dichte und möglicher Ausspülungen von Lösungsmitteln

entzündet. Daher wird von vielen Winzern der Kunststoffkorken nicht für Weine mit

langer Lagerfähigkeit eingesetzt.

Bei hochwertigen Weinen wird in Deutschland immer häufi ger der Glasverschluss als

Alternative zum Naturkork verwendet. Hier handelt es sich um eine Verschlussform, die

ähnlich wie bei einer Karaffe, den Wein mit einem Stöpsel aus Glas verschließt.

Als Dichtung wird hier ein dünner Silikonring zwischen Flasche und Verschluss eingesetzt.

Das Ganze ist mit einer Metallkapsel umschlossen, so dass man auf Anhieb nicht erkennen

kann, dass es sich um einen neuartigen Verschluss handelt.

Rebsorten

Riesling

Die wohl feinste und komplexeste Weißweinsorte der Welt bringt vor allem in kühlen und

gemäßigten Klimazonen die überzeugendsten Ergebnisse hervor. Erst nach langer Reifezeit

am Rebstock kann er seine spezifi sche Aromatik entwickeln. In seiner Fähigkeit, die

Eigenarten des Terroir zum Ausdruck zu bringen, ähnelt er dem Cabernet-Sauvignon. Hoch

geschätzt an Rieslingen ist die Kombination von hoher Säure und Extrakt. Aus Riesling lassen

sich je nach Klima, Lage und Ausbau sehr unterschiedliche Weine erzeugen. Das Spektrum

reicht vom knackigen, leichten Stil über die üppigen, trockenen Rieslinge bis zu feinsten,

edelsüßen Gewächsen.

Die Rebsorte stammt wahrscheinlich von einer Wildrebe am Oberrhein ab. Bereits vor 1500

wird sie urkundlich erwähnt. Riesling reift sehr spät und stellt hohe Anforderungen an die

Lage. In ihrer Lagerfähigkeit sind Rieslinge unübertroffen.

Müller-Thurgau oder Rivaner

Nach einer neuen Genanalyse handelt es sich nicht wie angenommen um eine Kreuzung

aus Riesling x Silvaner, sondern aus Riesling x Gutedel. Ihr Name geht auf ihren Züchter

Hermann Müller aus Thurgau zurück, der sie 1882 entwickelt hat.

Silvaner

Stammt wahrscheinlich aus dem Gebiet des heutigen Österreich, frühe Hinweise deuten

auf osteuropäische Wildreben hin, die in Donaunähe wuchsen. Der Name geht

schätzungsweise auf das lat. Wort „silva“ für Wald zurück. Der Silvaner gilt als ertragreiche

Sorte und diente daher und auch aufgrund seiner frühen Reife auch als Grundlage für

zahlreiche Neuzüchtungen, wie etwa Bacchus und Optima, Moriomuskat oder Scheurebe.

Grauer Burgunder oder Ruländer

Von Burgund gelangte er in die Schweiz und nach Ungarn und vermutlich von dort

im 14. Jahrhundert in unsere Regionen. Die französische Bezeichnung Pinot geht auf

das französische „pin“ (Kiefer) zurück und beschreibt die an Kieferzapfen erinnernde

Traubenform. Die Bezeichnung Ruländer geht auf den Kaufmann Johann Ruland zurück,

der 1711 im pfälzischen Städtchen Speyer in einem Garten die (ihm unbekannten)

Burgunderreben vorfand und vermehrte.

Weißer Burgunder

Der Blaue Burgunder (Pinot Noir) wird als Urform des Burgunders angesehen. Beim Grauen

Burgunder handelt es sich um eine helle Knospenmutation des Blauen Spätburgunders,

der Weiße Burgunder kann als Fortsetzung dieser Mutation über den Grauen Burgunder

betrachtet werden. Bis zum Beginn der Traubenreife lassen sich diese drei echten

Burgundersorten kaum unterscheiden, mit zunehmender Reife entwickeln sich die

Ausprägung der Traubenfarbe und die Duft- und Geschmackskomponenten. Nachweislich

bekannt ist der Pinot Blanc seit dem 14. Jahrhundert.

Chardonnay

Er gehört zur Burgunderfamilie. Eine Siedlung bei Tournus (Frankreich) mit dem Namen

„Chardonnay“ könnte der Sorte ihren Namen gegeben haben. Im Burgund kümmerten sich

die Klöster um die Ausbreitung und Pfl ege der Sorte. In Deutschland erfolgte die Zulassung

im Jahr 1991. Da jedoch schon in früheren Jahren verschiedene Betriebe Pfl anzgut aus

Frankreich bezogen, sind einige deutsche Chardonnay - Bestände wesentlich älter.

Gewürztraminer

Der Gewürztraminer ist ein Denkmal deutscher Weinkultur, das die Jahrhunderte überdauert

hat. Wo er gerodet werden muss, wird er wieder neu angepfl anzt. In dem pfälzischen

Weindorf Rhodt steht ein sortenreiner, etwa 400 Jahre alter Gewürztraminerweinberg. Schon

dieses Denkmal der Weinkultur verweist darauf, dass der Gewürztraminer eine der ältesten,

auch heute noch angebauten Rebsorten ist. Einzelne Forscher vermuten eine griechische

Herkunft. Umstritten ist, ob der Ort Tramin in Südtirol als Herkunftshinweis verwertbar ist.

Immerhin wurde dort bereits im 15. Jahrhundert Traminer als Messwein an die Klöster

geliefert. In Deutschland belegen historische Dokumente die Existenz der Sorte für das

16. Jahrhundert; damals gab es eine Anbauempfehlung für diese Sorte.

Huxelrebe

Die Kreuzung (durch Georg Scheu) aus Gutedel und Coutillier Musqué ist nahezu ausschließlich

in Deutschland beheimatet. Ihren Namen hat die Rebe von Fritz Huxel, der sie inden 1950er

Jahren in Westhofen (Rheinhessen) als erster umfangreich anbaute. Der Sortenschutz

erfolgte 1968.

Auxerrois

Gehört zur Familie der Burgunderreben. Der Name stammt möglicherweise von der

französischen Grafschaft Auxerrois zwischen Burgund und Chablis.

Ortega

Die Rebsorte Ortega wurde 1948 durch Dr. Hans Breider an der Landesanstalt für

Rebenzüchtung in Alzey aus Müller-Thurgau x Siegerrebe gekreuzt und wurde 1972

klassifi ziert (Sortenschutz).

Spätburgunder

Er ist der klassische Rote des Burgund und stammt vermutlich von einer burgundischen Wildrebe

ab. Nach Deutschland (Bodensee) wurde die Sorte 884 durch Kaiser Karl III. als „Clävner“

eingeführt. In Baden wurde die Sorte daher lange als „Clevner“ bezeichnet.

Die Sorte braucht im gemäßigten Klima Zeit zur Reife, bringt jedoch in guten Jahren

herausragende Weine mit Kraft und Fülle hervor und besitzt eine große Lagerfähigkeit.

Dornfelder

Der Dornfelder ist die erfolgreichste deutsche Neuzüchtung bei den Rotweinsorten. Seine

Ursprünge führen nach Württemberg, in den Ort Weinsberg. August Herold züchtete dort

bereits 1955 den Dornfelder. Dazu kreuzte er die Sorten Helfensteiner (eine Kreuzung

aus Frühburgunder und Trollinger) und Heroldrebe (eine Kreuzung aus Portugieser und

Lemberger). Benannt wurde die neue Rebsorte nah Immanuel Dornfeld, dem Gründer der

dortigen Weinbauschule. Sortenschutz und Zulassung durch das Bundessortenamt erhielt sie

1979 bzw. 1980. Es dauerte einige Jahre, bis sich die Sorte unter den Winzern etablierte.

Anfänglich wurde sie zum Verschnitt mit hellen Rotweinen („Deckrotwein“) benutzt, um

diesen eine dunklere Farbe zu geben, bis man das Potenzial des Dornfelders erkannte.

Portugieser

Die Herkunft des Portugiesers kann nicht eindeutig belegt werden. Der Portugieser ist über

Österreich (18. Jahrhundert) nach Deutschland (19. Jahrhundert) gekommen. Johann

Philipp Bronner übernahm die Erhaltungszüchtung des Portugiesers, dessen Ursprung in

Österreich-Ungarn vermutet wird. Schon im 19. Jahrhundert verdrängte die Sorte viele alte

Rebbestände.

Schwarzriesling

Schwarzriesling ist eine rote Rebsorte, die mit der Weißweinrebe Riesling nur Wuchs und

Form gemeinsam hat. Sie galt lange Zeit als Mutante des Blauen Spätburgunder. Heute weiß

man, dass der Schwarzriesling bei zahlreichen Kreuzungszüchtungen (sehr oft mit Traminer)

beteiligt war, und den Urvater der Burgunderfamilie darstellt.

Lemberger

Lange glaubte man an eine unmittelbare Verwandschaft mit der französischen Rebe Gamay.

Neuere Untersuchungen zeigen, dass es sich bei dieser sehr alten Rebsorte vielmehr um eine

Kreuzung der Heunisch-Rebe mit einer autochtonen österreichischen Sorte handelt.

St. Laurent

Einem Pfälzer Winzer ist es zu verdanken, dass die wertvolle Rebsorte auch in Deutschland

erhalten blieb und nun eine Renaissance erleben darf. Dessen Sohn, der Rebveredler

Carl Bronner, sorgte für eine gewisse Verbreitung der Sorte. Ob im Elsass die Heimat des

Saint Laurent festzumachen ist oder in einem anderen Teil Frankreichs, lässt sich nicht mit

Sicherheit sagen. Ihren Namen erhielt die rote Traubensorte möglicherweise durch den

Kalenderheiligen St. Laurentius. Er gilt im übrigen auch als Schutzpatron der Köche. Der Saint

Laurent wurde lange Zeit als Spielart des Spätburgunders eingeordnet, doch neuerdings wird

er als eigenständige Rebsorte apostrophiert.

Merlot

Merlot ist eine wertvolle französische Rotweinrebe. Der Name ist von dem Wort Merle

(frz.Amsel) abgeleitet, da diese Vögel die frühreifende Rebe bevorzugen.

Cabernet-Sauvignon

Die berühmteste Rotweintraube ist inzwischen in großen Teilen der Alten und Neuen Welt

verbreitet. Dabei trat sie erst Ende des 18. Jahrhunderts mit der Entstehung der großen

Weingüter in den Weinbergen von Bordeaux stärker in Erscheinung.

Cabernet-Sauvignon unterscheidet sich von allen anderen verbreiteten Weinreben durch

seine hohe Konzentration an Phenolen. Dadurch bringt er Weine mit tiefer Farbe und sehr

langer Haltbarkeit hervor. Er reift spät und benötigt beste Lagen. Seine Struktur ermöglicht

es dem Cabernet-Sauvignon, die Besonderheiten des Jahrgangs, der Weinbereitungs- und

Anbautechniken, sowie des Terroir zum Ausdruck zu bringen. Dank DNA-Analyse konnte

1997 der Nachweis erbracht werden, dass Cabernet-Sauvignon eine Kreuzung aus Cabernet

Franc und Sauvignon Blanc ist.

Barriquefass

Güteklassen & Qualitätsstufen

Weiß, Rot oder Rosé?